Das Projekt

Neue Wege in der Selbsthilfe

Als ehrenamtliche Mitarbeiter lokaler Selbsthilfe-Kontaktstellen unterstützen sogenannte In-Gang-Setzer zeitlich begrenzt neue und aktive Selbsthilfegruppen bei der Gründung und in anderen Phasen, in denen sie Anregungen für die Gestaltung ihrer Gruppentreffen braucht. Die In-Gang-Setzer geben Impulse für die Gestaltung der Gruppentreffen, ohne sich in den inhaltlichen Austausch der Gruppe einzumischen.

Das Konzept der In-Gang-Setzung wurde von Andreas Greiwe entwickelt, Fachberater Selbsthilfe beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Nordrhein-Westfalen. Seite 2005 arbeitet der Paritätische NRW mit diesem innovativen Ansatz. Der Verband hat die Methode bei seiner Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Steinfurt (Münsterland) erstmals erprobt, 2007 wurden 7 weitere Kontaktstellen in das Projekt einbezogen, um mehr Erfahrungen zu sammeln. Inzwischen arbeiten bundesweit über 30 Kontaktstellen mit diesem Ansatz. Zur Übersicht

Die Projektpartner
Träger ist der Paritätische Landesverband NRW. Finanziert wurde und wird das Projekt von mehreren Betriebskrankenkassen und ihrem BKK Dachverband. Aufgrund der positiven Entwicklung wurde die Förderung des Projekts jeweils mit spezifischen Schwerpunkten mehrfach verlängert.

Die Ziele bei Projektstart
Bei Projektstart sollten fundierte und übertragbare Antworten auf folgende Ausgangshypothesen gegeben werden:

  • Es gibt Gruppenphasen, in denen es sinnvoll sein kann, die Gruppe durch eine zeitlich befristete Begleitung zu unterstützen.
  • Besonders für Menschen mit psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen erleichtert eine In-Gang-Setzung den Weg hin zur Selbsthilfegruppe und aktiviert bisher ungenutzte Potenziale der Selbsthilfe.
  • Ehemalige Teilnehmer von Selbsthilfegruppen und/oder mit Selbsthilfe vertraute und geschulte Laien verfügen oft über eine gute Erfahrungskompetenz für die Begleitung von Gruppen. Sie kennen die Bedürfnisse der Mitglieder und werden leichter als Vertrauenspersonen akzeptiert.

Darüber hinaus sollten die Möglichkeiten in der Zusammenarbeit von ehrenamtlichen Kräften mit Selbsthilfe-Kontaktstellen ausgelotet werden, aber auch Grenzen erkennbar werden.
In mehreren aufeinander folgenden Phasen wurde das Schulungskonzept und die stabilisierenden Strukturen und Angebote weiter entwickelt und nach und nach neue Standorte in das Projekt einbezogen.
In der Projektphase von Januar 2014 bis Dezember 2016 liegen die Schwerpunkte zum einen bei der „Verstetigung der Projektaktivitäten und Sicherung ihrer Nachhaltigkeit“ und zum anderen bei der „Konzepterweiterung zur Begleitung bestehender Gruppen“, die auch Mitgliedsgruppen von Selbsthilfeorganisationen gut genutzt werden kann.

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