Das Projekt
Neue Wege in der Selbsthilfe
Als ehrenamtliche Mitarbeiter lokaler Selbsthilfe-Kontaktstellen unterstützen sogenannte In-Gang-Setzer zeitlich begrenzt neue und aktive Selbsthilfegruppen in der Gründungsphase und in Krisensituationen. Dabei bringen sie sich nicht in den thematischen Austausch der Gruppe ein.
Das Konzept der In-Gang-Setzung wurde entwickelt von Andreas Greiwe, Fachberater Selbsthilfe beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Nordrhein-Westfalen. Seite 2005 arbeitet der Paritätische NRW mit diesem innovativen Ansatz. Der Verband hat die Methode bei seiner Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Steinfurt (Münsterland) erstmals umgesetzt, inzwischen wird sie bundesweit erprobt.
Die Projektpartner
Die bisherigen Erfahrungen bilden die Basis für das Modellprojekt: Träger ist der Paritätische NRW, finanziert wird es von den Betriebskrankenkassen – vom BKK Bundesverband und BKK Landesverband NRW.
Anfang 2007 haben acht Selbsthilfe-Kontaktstellen die Arbeit mit den In-Gang-Setzern aufgenommen, mittlerweile beteiligen sich 22 Kontaktstellen aus sechs Bundesländern an der Umsetzung. Zur Übersicht
Aufgrund der positiven Ergebnisse ist das Projekt bis Ende 2012 verlängert worden.
Die Projektziele
Im Verlauf des Projektes sollen fundierte und übertragbare Antworten auf folgende Ausgangshypothesen gegeben werden:
- Es ist sinnvoll, die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe in der schwierigen Startphase und in Krisensituationen zu unterstützen und zeitlich befristet zu begleiten.
- Besonders für Menschen mit psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen erleichtert eine In-Gang-Setzung den Weg hin zur Selbsthilfegruppe und aktiviert bisher ungenutzte Potenziale der Selbsthilfe.
- Ehemalige Teilnehmer von Selbsthilfegruppen und/oder mit Selbsthilfe vertraute und geschulte Laien eignen sich gut als In-Gang-Setzer. Sie kennen die Bedürfnisse der Mitglieder und werden leichter als Vertrauenspersonen akzeptiert.
Darüber hinaus sollen die Möglichkeiten und Grenzen in der Zusammenarbeit von ehrenamtlichen Kräften mit Selbsthilfe-Kontaktstellen aufgezeigt werden.



