Perspektiven

Fortführung des Projekts mit erweitertem Konzept

2007 startete das Projekt zur Selbsthilfe-Aktivierung an 8 Standorten, 2012 waren es bereits fast 30 Selbsthilfe-Kontaktstellen in 7 Bundesländern beteiligt, inzwischen sind über 30 Kontaktstellen beteiligt. Der Projektverlauf bestätigt, dass die Methode der In-Gang-Setzung bei der Gruppengründung und in besonderen Gruppenphasen hilfreich ist, bei aller Unterschiedlichkeit der konkreten Erfahrungen vor Ort.

Das im Handbuch vorgestellte Konzept hat auch das Interesse landes- und bundesweiter Selbsthilfeorganisationen geweckt. Angesichts aktueller Herausforderungen, wie dem anstehenden Generationenwechsel, stellt sich die Frage, ob diese Methode auch für sie hilfreich sein kann.

Die Erweiterung des Konzepts ist eine sinnvolle Konsequenz. Mit Blick auf seine Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung folgende Zielsetzungen für den Zeitraum 2014 bis 2016:

1.    Erweiterung des Konzepts zur Begleitung bestehender Selbsthilfegruppen, womit es auch für örtliche Mitgliedsgruppen überregionaler Selbsthilfeorganisationen nutzbar wird: Bereits beteiligte Kontaktstellen und ihre aktiven, erfahrenen In-Gang-Setzer werden auf die neue Aufgabe vorbereitet. Umsetzung der Begleitung bestehender Selbsthilfegruppen und Mitgliedsorganisationen in Kooperation mit interessierten Selbsthilfeorganisationen. Die anstehenden Fragen wurden erstmals gemeinsam auf der Tagung „In-Gang-Setzer® - hilfreich auch für Selbsthilfeorganisationen?“ erörtert, am 15. November 2012 in Mülheim an der Ruhr.

2.    Verstetigung der bisherigen Projektaktivitäten zur Etablierung des Ansatzes als fester Bestandteil des Tätigkeitsprofils von Selbsthilfe-Kontaktstellen: Die Umsetzung des 1. Projektziels erfordert eine enge Zusammenarbeit mit den Selbsthilfe-Kontaktstellen, die als entscheidende Akteure vor Ort über Kontakte zu Selbsthilfe-Interessierten und –Gruppen verfügen und Erfahrung mit den fachlichen Standards und der Umsetzung des Konzept haben. Für eine Verstetigung ist die fachliche Begleitung der beteiligten Kontaktstellen und die Unterstützung der In-Gang-Setzer ebenso notwendig wie die Einbeziehung weiterer Selbsthilfe-Kontaktstellen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit.

3.    Die gemeinsame Umsetzung der Methode In-Gang-Setzer soll auch zu einer besseren Kooperation von Selbsthilfe-Kontaktstellen und Selbsthilfeorganisationen beitragen. Die Zusammenarbeit von Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfe-Kontaktstellen ist vielerorts noch unbefriedigend. Die Ausrichtung des Ansatzes hin zu den Selbsthilfeorganisationen kann eine bessere, konstruktive Verzahnung der Tätigkeiten von Selbsthilfeverbänden und Selbsthilfe-Kontaktstellen ermöglichen, die letztlich Selbsthilfe-Interessierten und Selbsthilfegruppen zugute kommt.

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