Handbuch In-Gang-Setzer

Ausführliche Informationen zu Konzept, Methode, Qualifizierung und Umsetzung

Mit dem 2011 vorgelegten Handbuch „In-Gang-Setzer – Selbsthilfe auf den Weg bringen“ haben der Paritätische Nordrhein-Westfalen als Projektträger und die Betriebskrankenkassen (Bundesverband und BKK-Landesverband NORDWEST) als Förderer eine Zwischenbilanz zum Projekt gezogen. Es wird aufgezeigt, wie die Methode der In-Gang-Setzer zur nachhaltigen Aktivierung von Selbsthilfe beitragen kann, und es werden wichtige Erkenntnisse aus den bisherigen Erfahrungen dargelegt.
Zum Erscheinungszeitpunkt des Handbuchs waren in drei Projektphasen mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten bereits 22 Kontaktstellen in sechs Bundesländern in das Projekt einbezogen und ca. 200 Personen als In-Gang-Setzer geschult worden. Der Projektverlauf hatte die positiven Wirkungen des Ansatzes bestätigt.

In-Gang-Setzer erhöhen die Chancen für ein stabiles Selbsthilfeengagement. Die Herausforderung für die ehrenamtlichen In-Gang-Setzer besteht darin,  hilfreiche Anregungen für den Gruppenprozess zu geben ohne Potenziale der Gruppe zur Eigenständigkeit zu verschütten. Sie dürfen sich darum nicht inhaltlich in den themenbezogenen Austausch einbringen: Inputs zum Anliegen der Gruppe (Angst, Multiple Sklerose etc.) sind strikt verboten! Diese Abstinenz ist Schutz für die In-Gang-Setzer wie für die Gruppen. Die In-Gang-Setzung soll den Boden bereiten für eine Gruppe, die nach einer zeitlich begrenzten Begleitung selbstständig ihren eigenen Weg geht.

In dem Handbuch sind auf 92 Seiten das ausgearbeitete Konzept der In-Gang-Setzer und Erfahrungen bei der Umsetzung des Projektes dargelegt. Es enthält viele Arbeitshilfen, Informationen und Anregungen für das Engagement in Selbsthilfegruppen, die auch außerhalb des Ansatzes der In-Gang-Setzung für Gruppen hilfreich sein können.

Das Kapitel I stellt das hinter dem Ansatz der In-Gang-Setzung stehende Konzept vor und verortet dessen fachliche Begründung in die aktuellen Diskussionen zur Selbsthilfe allgemein und speziell zur Selbsthilfeunterstützungsarbeit.
Kapitel II beschreibt die Schlussfolgerungen, die aus den bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung des Projektes gemacht worden sind. Die formalen Vorgaben für eine Beteiligung am Projekt und die Standards für die zukünftige Qualifizierung der In-Gang-Setzer werden skizziert.

Kapitel III bildet den Mittelpunkt des Handbuchs mit einer ausführlichen Darstellung der Qualifizierung der In-Gang-Setzer. Es wird ein differenzierter Blick auf den Ablauf und die Inhalte der Schulungen für die In-Gang-Setzer ermöglicht. Am Projekt Interessierte können so die hinter diesem Ansatz stehende Haltung nachvollziehen.

Kapitel IV bietet abschließend ergänzende Informationen zu den Projektbeteiligten und gibt weiterführende Hinweise.

Das Handbuch ist inzwischen vergriffen. Sie finden es hier als  Download.

 

 

 

 

 

Mit Blick auf den aktuellen Wandel in der Selbsthilfe und in der Selbsthilfeunterstützung lautet das Motto des Projektes:

„Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, andere Windmühlen.“

(Chinesische Weisheit)

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Ich bin In-Gang-Setzer aus Freude am Helfen